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Carl von Ossietzky


* 3. Oktober 1889 in Hamburg † 4.Mai 1938 in Berlin



Carl von Ossietzky wurde als Herausgeber der Zeitschrift „Die Weltbühne“
im international aufsehenerregenden „Weltbühnen-Prozess“ 1931 wegen Spionage zu 227 Tagen Haft verurteilt. Hintergrund war ein 1929 veröffentlicher Artikel in der Weltbühne, der die verbotene Aufrüstung der Reichswehr aufdeckte.

Als engagierter Pazifist und Demokrat wurde Carl von Ossietzky am 28. Februar 1933 von den Nazis erneut verhaftet. Zunächst im Gefängnis Berlin-Spandau inhaftiert wurde er im April 1933 in das Konzentrationslager Sonnenburg bei Kustrin verlegt. Dort wurde er wie viele andere Häftlinge schwer misshandelt.

Als die Nazis im Frühjahr 1934 das Lagersystem neu organisierten, wurde Ossietzky mit weiteren „prominenten“ Häftlingen von Sonnenburg in das KZ Esterwegen im Emsland verlegt. Dort mussten die Gefangenen unter unerträglichen Umständen die dortigen Moore umgraben. Geschwächt und abgemagert wurde Ossietzky Ende 1934 ins Krankenlager verlegt.

Bereits 1934 stellten Ossietzkys Freunde Berthold Jakob in Straßburg und Kurt Großmann in Prag im Namen der Deutschen Liga für Menschenrechte den offiziellen Antrag zu Ehrung Ossietzkys mit dem Friedensnobelpreis. Der 1. Versuch scheiterte, weil die Antragsfrist bereits abgelaufen war. 1936 wurde Ossietzky schwerkrank aus dem KZ entlassen und ins Staatskrankenhaus in Berlin verlegt. Am 23. November 1936 wurde Carl von Ossietzky rückwirkend der Friedensnobelpreis des Jahres 1935 zugesprochen.

Carl von Ossietzky starb am 4. Mai 1938 an den Folgen der Tuberkulose. Er hinterließ seine Frau Maud und seine Tochter Rosalinde.

Das Carls möchte mit seinem Namen, Fotos und auch mit Veranstaltungen an den großen Demokraten, streitbaren Journalisten und engagierten Kämpfer gegen die Nazis erinnern.

 
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